12.11.2008

GUTE GRÜNDE FÜR DAS GRÜNE VILLAS DICHTDACH!

Klimaanlage Dach
Gründächer isolieren gegen Kälte, Hitze und Lärm. Die wärmedämmenden Eigenschaften der grünen Dachhaut helfen in der kalten Jahreszeit Heizkosten einzusparen. Im Sommer dagegen hält das Gründach schön kühl: Während auf herkömmlichen Dachflächen an normalen Sommertagen das Thermometer des öfteren auf bis zu 80 Grad Celsius klettert, bringt es ein Gründach auf angenehm kühle 25 Grad Celsius und damit erträgliche Temperaturen im Haus.

Wasserspeicher am Dach
50 - 70 % des Regenwassers werden bereits in einem nur 8 cm hohen Schichtaufbau eines Ökodaches gespeichert. Das Wasser verdunstet durch die Pflanzen, gelangt als Wasserdampf in die Atmosphäre und damit in den Wasserkreislauf zurück.
Besondere Leistungen vollbringt ein Gründach bei Wolkenbrüchen und starken Regenfällen: Das Wasser wird durch die Vegetation zurückgehalten und fließt zeitlich verzögert vom Gründach ab, d. h. Hochwasserspitzen werden entschärft und Wasserfluten problemlos bewältigt.

Saubere Luft und weniger Lärm

Da begrünte Dächer kühler sind, reduziert sich das Aufwirbeln heißer, verschmutzter Luft. Weiters binden die Blattoberflächen der Pflanzen Staub- und Schmutzanteile der Luft wie ein Filter. Diese werden dann vom Regen abgewaschen und in die Vegetationsschicht gespült. Die Schalldämmung der Substratschicht und die Schallschluckwirkung der Vegetation erhöhen den Schallschutz.

Ökologischer Schutzbelag für das Gebäude
Die Dachbegrünung schützt die Abdichtung vor UV-Strahlen, mechanischen Schäden und Flugfeuer. Durch die geringe Erwärmung im Sommer und die nächtliche und winterliche Erwärmung der Vegetationsschicht – bedingt durch die Wurzelatmung – werden große Temperaturschwankungen verhindert. Das hat auch langfristig sehr positive Auswirkungen auf die Dichtheit und Lebensdauer der Dachabdichtung.

Lebensraum für Pflanzen und Tiere
Geeignet sind Pflanzen, die extreme Witterungsbedingungen aushalten – im Sommer extreme Hitze und Trockenheit, im Winter Minusgrade, Frost und Schnee: verschiedene Sedumarten sowie Trockenkräuter und Trockengräser (Thymian, Lavendel, Steinnelken, Habichtskraut, Moose, Mauerpfeffer, Fetthenne, Herbstfreude, Glockenblume, Schnittlauch, Dachwurz, Habichtkraut, Thymian, Wiesenmargerite, Oregano, Lavendel, Salbei, Wacholder, Kiefer u. a. m.). Die besonders trockenheitsverträglichen Pflanzen kommen bereits mit einem dünnschichtigen Aufbau aus. Sie benötigen nach der Anwuchsphase keine zusätzliche Bewässerung und speichern das Wasser zum Teil in den Blättern (Sukkulenten). Extensivbegrünungen sind – weil meist kaum begangen – als ideale Rückzugsgebiete ("Inselbiotope") für Vogelarten wie Lerche oder Wiedehopf. Je nach Substrataufbauhöhe finden sich von flugfähigen Blütenbesuchern (Wildbienen, Schwebfliegen, Spinnen, Schmetterlingen) über Käfer, Ameisen, Zikaden, Larven von Marienkäfern bis zu Webspinnen, Vögeln, Gehäuseschnecken, Regenwürmer, Tausendfüßer etc.)

Weitere Infos zu Förderung und Umsetzung: www.gruendach.at